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L · MARCUS · 19.08.2026

Innenbeleuchtung

Ein Gastraum bei Nacht, beleuchtet nach dem Elektroplan des Hauses. 44 Leuchten stehen an ihren geplanten Stellen — Hängeleuchten über den Tafeln, ein Edison-Cluster über den Rundtischen, Wandauslässe auf 240 cm, Schienenspots und ein umlaufendes LED-Band. Sichtbar ist keine einzige davon, nur ihr Licht. Jede Gruppe hängt an einem eigenen Regler, dazu Belichtung, Lichtschein und die Hinterleuchtung des Schriftzugs hinter der Bar.

Das Kunstlicht wird nicht in jedem Bild neu gerechnet. three.js rendert forward — jedes Fragment arbeitet alle Lichtquellen ab, und bei 44 Lampen ist das die gesamte Last. Sie ist aber vollständig vermeidbar, denn das Licht steht still und nur die Kamera bewegt sich: Der Beitrag jeder Leuchtengruppe wird einmal je Eckpunkt ausgerechnet und in ein eigenes Attribut geschrieben, im Shader kommt er als Eigenleuchten wieder dazu. Weil jede Gruppe ihren eigenen Topf hat, bleibt ihr Regler dabei ein Faktor im Shader und wirkt weiter sofort — sonst wäre das vorgerechnete Licht ein starres Bild. Die Sonne bleibt bewusst außen vor: eine einzelne Quelle ist billig, und sie wirft die Echtzeitschatten.

Die Sitzmöbel sind Neubauten. Im Ausgangsmodell waren die Sessel Stapel sich überschneidender Kästen mit verschweißten Ecken — die gemittelte Normale wanderte über die Fläche, und bei glatter Oberfläche wanderte der Glanzpunkt mit. Jetzt sind es kantengerundete Körper, bei denen die Normale aus derselben Projektionsrechnung abfällt wie der Punkt selbst. Die Beistelltische haben denselben Weg genommen und dabei einen Bodenteller bekommen, den sie vorher nicht hatten.

↗ Live im Lab: labs.marckusse.at/derposch/innenbeleuchtung